Welche Herausforderung/Problem wurde angesprochen??

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Artenvielfalt in der bayerischen Landschaft zu erhöhen, eine deutliche Ausweitung der Baumpflanzungen ist notwendig. jedoch, das Pflanzmaterial ist für die sich ändernde klimatische Situation ungeeignet.

Traditionelle Baumschulen bieten kein tiefwurzelndes Material an und selbst traditionelle Bäume sind in Zeiten des Streuobstpakts kaum verfügbar.

Wie hast du das Problem gelöst?

Die AmmerseeObstbaum GmbH verfolgt das Ziel, künftig abgehende Apfelplantagen mit einer Vielzahl an Gehölzen, v.a. Obstgehölzen, zu bereichern.

Geplant ist die Anlage im klassischen Hochstamm-Streuobst-Grünland Verbund, v.a. für Nußarten und Hochstammobst für Verarbeitungszwecke. Der Schwerpunkt soll aber auf vielfältigen „dynamischen Agroforstsystemen“ liegen, in denen eine Vielzahl verschiedener Obstarten und helfenden Gehölzen streifenförmig orientiert an der Wasserbewegung der hängigen Flächen (Keyline-Design) angelegt werden sollen. Dabei ist autochthones Pflanzmaterial, variierend entsprechend den

Mikro-Standortbedingungen, nötig. Wir glauben, dass eine Anlage durch Ansaat eher zu den gewünschten Beständen führt: standortgerecht, vielfältig, stabil pflegeleicht und finanziell günstig. Dazu sollen die derzeitigen Kenntnisse über die Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Ansaat von fremdbefruchteten (z.B. Äpfel und Birnen…) bzw. selbstbefruchtenden (z.B. Verlassen, Aprikose, Pflaume, Holunder…) Sorten analysiert werden und darauf aufbauend ein Konzept für eine praktische Anlage in Maßnahme B formuliert und die Umsetzungsbedingungen (z.B. Verfügbarkeit von Saatgut, Pflege während der Jungphase, Schädigungen durch Mäusefraß) geprüft werden.

Was ist in Ihrem Praxisfall innovativ?

Das Saatgut soll aus dem Trester von Fruchtsaftpressungen gewonnen werden.

Ein Abfallprodukt wird zu Saatgut aufbereitet.

Was sind die Erfolgsfaktoren bei der Lösung des Problems?

Wir wollen eine einfache und für jeden Obstbauern und Landwirt umsetzbare Lösung finden, um Gehölzstrukturen kostengünstig und auszubauen, ggf, Sie sollen als Baumschule kommerziell vermarktet werden. Ziel ist es, das Angebot an Bäumen zu günstigen Preisen massiv zu steigern und so viele Neuanpflanzungen in Bayern zu erreichen. Darüber hinaus analysiert das Projekt das Angebot an Obstbaumschulen sowie aktuelle Pflanzpraktiken und schlägt konkrete Verbesserungsmöglichkeiten vor. Wir erwarten einen sehr positiven ökologischen Fußabdruck.

Gewonnene Erkenntnisse

Die Aussaattechnik, Der Zeitpunkt der Aussaat und die Vorbereitung des Saatguts ist ein kontinuierlicher Lernprozess, da eine völlig neue Methode der Baumsaat entwickelt wird.

Welche Rolle spielt der Berater bzw. die Beratungsdienstleistung im Praxisfall??

Timo Friesland ist Sprecher der OG und koordiniert die Projektaktivitäten.

Kann Ihr Ansatz auf andere Innovationsherausforderungen und -regionen übertragen und/oder angepasst werden??

Ja

Geschätzte Übertragbarkeit auf einer Skala von 1 zu 5

(wo 1 ist einfach und 5 sehr schwierig)

2

Für den Austausch der Erfahrungen mit der guten Praxis, Für alle Fragen und Anfragen zu den kommenden Excellence-Klassen

Timo Friesland

+49179 3247966 Timo@naturlich.bayern

Link zu externen Informationen

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