Welche Herausforderung/Problem wurde angesprochen??

Rudi Waas wuchs klein auf, 12 ha konventioneller Bauernhof, in Zeholfing, Deutschland. Die Produktion konzentrierte sich auf den Schweine- und Getreideanbau. Hier erlebte er die Intensivierung der Landwirtschaft und den damit verbundenen verstärkten Einsatz chemischer Substanzen, einschließlich Düngemittel, Herbizide und Pestizide. Dann entschied er, dass dies nicht der richtige Weg für ihn sei. Im 1986, gegen den Standpunkt seiner Eltern, Er pachtete einen kleinen Bauernhof in der Nähe und stellte nach und nach auf ökologischen Landbau um.

Aufgrund der Abgelegenheit seiner Farm, Direktverkäufe waren nicht möglich. Deshalb gründete er zusammen mit anderen Landwirten einen Großhandel in Vilshofen, die nächstgelegene Stadt. Vor rund zehn Jahren schloss er sich mit Helmut Laurer zusammen, Martin Wiethaler und Josef Stockner, Bildung einer gemeinsamen Logistikallianz. Alle Produkte werden zu einem zentralen Punkt auf dem Stockner-Hof transportiert. Dort werden die Produkte gereinigt und verpackt und anschließend an den Groß- und Einzelhandel verkauft, inklusive der Lieferung sogenannter Bio-Boxen. Dabei handelt es sich um Kartons mit frischen Bio-Produkten, die wöchentlich an Haushalte geliefert werden.

Mittlerweile ist der Hof von Rudi Waas auf ca 56 Ha. Seine Hauptproduktion umfasst Zwiebeln, Sellerie, Kohlrabi und Rettich. In den Gewächshäusern liegt sein Hauptaugenmerk auf Tomaten, Gurke und Salat. Darüber hinaus kultiviert er eigene Jungpflanzen, insbesondere für seine eigene Zwiebelauswahl.

Rudi Waas ist ein sehr innovativer Züchter, der ständig versucht, seine Produktion und sein Sortiment zu verbessern. Beispielsweise entwickelte er eine eigene Bodenbearbeitungsmaschine und probierte neue Nutzpflanzen aus, darunter auch Süßkartoffeln, Zitronengras und Ingwer.

Rudi Waas gibt seine Erfahrungen und sein Wissen immer gerne weiter und ist seitdem dabei 2017 Teil des Bayerischen Wasserprogramms. In Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelministerium, Kammer für Land- und Forstwirtschaft Sloweniens, Landshut nahm er an mehreren experimentellen Feldversuchen und Workshops teil. Er heißt Studenten und andere Interessierte auf seinem Bauernhof willkommen und ist an anderen Veranstaltungsorten oft ein gern gesehener Redner.

Was sind die Erfolgsfaktoren bei der Lösung des Problems?

Innovatives Denken. Vernetzung und Zusammenarbeit.

Was waren die Hauptherausforderungen während des Innovationsprozesses?

Mangelnde Unterstützung der älteren Generation. Die Zusammenarbeit zwischen Produzenten.

Welche Rolle spielt der Berater bzw. die Beratungsdienstleistung im Praxisfall??

Wissensbewusstsein und Austausch

Um Erfahrungen des praktischen Falls zu teilen, Für alle Fragen und Anfragen zu den kommenden Excellence-Klassen

DR. Sybille Orzek

Sybille.orzek@aelf-la.bayern.de 0049 871 603 2112